Wissenschaftliche Artikel
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Tzveta Sofronieva hat über kulturelle Einflüsse auf den Wissenstransfer promoviert und hierzu eine Typologie entwickelt. Sie hat sich davor mit der Frage der egalitären und elitären Prozesse in der Wissenschaftsentwicklung in ihrer Diplomarbeit beschäftigt und Stratifikationspyramiden wissenschaftlicher Kommunikation in der Physik erarbeitet. Ihr Lieblingsperiode der Geschichte ist die Entstehung der Quantenmechanik. Ihre Forschungsarbeit über die Rolle des Radium Instituts in Wien und des Cavendish Laboratory für die Entwicklung der Physik in Bulgarien inspiriert sie auch literarisch. Sie engagiert sich für Verbindungen zwischen der Wissenschaftsgeschichte und der Literatur. Literatur betrachtet sie unter anderem auch als Forschung.
Als Wissenschaftshistorikerin und Kulturwissenschaftlerin beschäftigt sich Tzveta Sofronieva weiterhin mit dem Lokalen im Kontext des Globalen, mit dem kulturellen Pluralismus und mit den Untertönen, die man in der interkulturellen Kommunikation oft gar nicht wahrnimmt. Das Gedächtnis der Worte beim Zusammentreffen der sprachlichen Bilder in der Mehrsprachigkeit hat sie nicht nur als Forscherin sondern auch als Autorin und Kulturmanagerin lange untersucht. Was passiert an der Grenzen der Sprache, an der Grenze der Kommunikation, an der Grenze der wissenschaftlichen Gebieten: Diese Frage bewegt sie weiter, transdiziplinär, transkulturell und transmedial zu arbeiten. Ihr Hauptanliegen ist es, auf die längst überfälligen Dichotomien in den alten kulturellen Narrativen zu verweisen und mit verbündeten Kollegen an einer gemeinsamen Entmythologisierung der Geschichte zu arbeiten, um neue Denkweisen zu finden.